Kurz vorgestellt: Das Zentrum für Politische Schönheit

Das Schaffen und die Ideen des “Zentrum für Politische Schönheit” verfolge ich schon seit einer Weile. Da es sich hier um eine Art gesellschaftliche Kunst mit hohem Medienwirkungsgrad handelt, eigentlich auch ein Thema für Litheart. Das Problem ist nur, ich möchte gar nicht so viel sagen, um das Tun der Macher vorzustellen.

Ihre neueste Aktion “25.000 Euro”, mit der sie Anteilhaber an Panzern, die Revolutionen in aller Welt niedermähen, vor Gericht ziehen wollen, ist dieser Tage in einigen Zeitungen gelandet, wenn auch nicht in allen. Die folgenden Videos haben mit der Aktion zu tun.

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Archiviert : Wir werden es

Seit dieser Woche ist Litheart ein Teil von DILIMAG, einem Archiv des Innsbrucker Zeitungsarchives. Gesammelt und abgelegt werden dabei literarische Magazine, beziehungsweise digitale Literaturzeitungen. Die Sammlung legt dabei mehrmals jährlich eine Kopie der Artikel an und wird teilweise durch die Innsbrucker Archive ausgewertet. Dilimag beschreibt sich selbst wie folgt:

Idee

Das Projekt DILIMAG möchte einer Entwicklung Rechnung tragen, die auf dem Gebiet der Literatur eine immer größere Rolle spielt, nämlich das Auftreten von völlig neuen Formen der Literaturvermittlung, die über das Internet entstanden sind und aufgrund der besonderen Eigenschaften des Netzes und der digitalen Medien nicht über die herkömmlichen Beschreibungsverfahren und Analysemethoden erfasst werden können.

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Traurige Gurken, verliebt in die Freiheit

Auf dem Planeten der Salzgurken herrscht ewige Tristess. Die Lebenserwartung der von einer Rasse von Salatgurken abstammenden Bewohner ist nicht besonders hoch, denn die Gurken versuchen sich ständig und grundlos umzubringen. Dann werden sie traurig wiedergeboren, verrotten lebend vor sich hin und geraten in den nächsten Kreislauf aus Depression.

Gaston Glew ist in diese Welt hinein geboren, seine Eltern nehmen sich nacheinander an seinem Trauertag das Leben, gerade als er seinen ganzen Stolz, eine Rakete für den Raumflug, fertiggestellt hat. Die Rakete selbst besteht aus einer Gurkenleiche, seine Eltern dienen als Antrieb. Ausserdem müssen viele der örtlichen Knoblauchspinnen für die Konstruktion ihr Leben lassen. Inspiriert von seinem Fernsehhelden Captain Pickle, der Befreiung predigt, macht er sich auf die Suche nach dem Glück.

So trifft er auf Fanny W. Fod, eine hübsche Pfannkuchin auf dem ewigglücklichen und mit Ahornsirup überzogenen Planeten der Pfannkuchen. Alle hier sind glücklich, täglich hält man Sonnenparaden und begattet seine Kartoffeltür. Nur Fanny wartet auf das Glück der Monogamie, welches nun in Gestalt einer Salzgurke eintrifft. Was sie nicht weiß: Gaston hat direkt bei seiner Ankunft die glückliche Sonne umgebracht und er macht auch vor Pfannkuchenmorden nicht Halt, wenn es dem Zweck dient, seiner persönlichen Freude.

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Wieso Bücher auch in der Tonne landen dürfen

Bücher wirft man nicht weg, wie einen angegammelten Apfel. Bücher wirft man nicht weg wie ein paar leere Batterien oder ein altes Elektrogerät. Bücher wirft man einfach nicht weg. Zumindest habe ich das bisher immer so gesehen. Das Problem mit diesen Büchern, die man nicht wegwirft, aber auch nicht behalten möchte ist jedoch das – Wohin damit?

Vor ein paar Jahren habe ich eine Aktion gestartet und diversen Menschen, die in Foren und Anzeigenboards Bücher abgeben wollten, angeboten, diese abzuholen. Es kamen von drei Interessenten über 230 Bücher zusammen, die ich alle zu Fuß und per Bahn heim brachte in ein warmes, trockenes Neuheim bzw Bücherregal. Ich hegte und pflegte diese Bücher wie all meine eigenen. Dann zog ich um und kistenweise zogen sie mit.

Das Problem dabei, stellte sich heraus, war, dass es eben nicht MEINE Bücher sind. Ich habe sie nicht gekauft, weil sie mich interessierten und deswegen interessiert mich über die Hälfte davon nicht. Es waren Bücher wie zB solche von Karin Slaughter dabei, wo selbst die Vorbesitzer fragten “Wer liest denn so was?”. Ich gab Karin Slaughter die gleiche Chance wie jedem Flughafenbelletristik-Schreiber – und konnte nach 2 Seiten leider nicht mehr über schlechte Übersetzung, schlechten Ausgangsstil und absolute Langeweile hinwegsehen. Nun steht sie da so, zwischen vielen anderen Büchern, die ich nie lesen werde.

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